Liebe macht frei… // iPhone

November 6, 2009 by joesciacca

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iPhone, 5. November 2009

Ist es nicht seltsam wie die Menschen wie verunsicherte Ameisen durch das Leben schwirren? Permanent nach Sicherheit strebend geben sie sich allen möglichen Versprechen die diese Welt zu bieten hat hin. Sicherheiten einer Erdkugel die nichts anderes als ein vaganter Feuerball in einem unfassbar grossem Universum ist.

Wir ziehen unsere Kreise.

In diesem selbsterrichteten Gefängnis falscher Sicherheiten treiben tüchtige Geschäftsleute ihr unwesen und nehmen unsere Seelen gefangen. Anstatt uns freizusetzen zu dem wozu wir geschaffen wurden: nähmlich freie Menschen mit einem freien Willen zu sein.

Stattdessen verkaufen Sie uns bewusst oder unbewusst Ihren Erfolg, Ihren Glauben als ein Produkt, dass unser Bedürfnis nach Sicherheit stillen soll. Wie schade für diese Lügner, dass der wahre Glaube der uns Sicherheit geben wird in uns selbst wohnt immer wieder nach uns ruft, bis wir auf ihn hören werden.

Dieser Glaube heisst Liebe.

Der Weg ist das Ziel, und das Ziel ist die Liebe…

October 28, 2009 by joesciacca

Golden Heart

Zürich, 28. Oktober 2009

Du denkst, es hätte keinen Sinn sich für einen anderen Menschen aufzuopfern. Du wurdest verletzt und der Glaube den Du in einen geliebten Menschen gesteckt hast wurde bitter enttäuscht. Du sagst, so lasse ich mich nie wieder von irgend jemand behandeln.

Der Teufelskreis fängt da an wo die Liebe aufhört. Und wo Du aufhörst zu lieben, hörst Du auf zu Leben. Denn es gibt kein Leben ohne Liebe und keine Liebe ohne Leben. Willst Du leben, musst Du lieben. Willst Du in fülle Leben, musst du noch mehr lieben. Darin besteht der Sinn allen Lebens.

Du kannst diesen Teufelskreis besiegen. Mach Dich auf den Weg und liebe.

Was machst Du mit mir? // Zürich, Mannheim, Köln, Hannover, Schillig, Frauenfeld

October 16, 2009 by joesciacca

Video Script

Zürich, 17. Oktober 2009

Da sitze ich nun spät Abends vor meinem guten alten MacBook und tippe seit langem mal wieder ein paar Zeilen in dieses wunderschöne Blog. Die letzten Monate haben mich einerseits sehr absorbiert, aber anderseits an einen neuen Erkenntnisreichen Punkt gebracht. Noch verstehe ich zwar nicht alles, aber es fühlt sich gut an.

Die neue Single und das neue Video dazu sind wunderschön herausgekommen und ich wenn ich mir das so alles anhöre und ansehe frage ich mich wie es möglich ist, dass das was da meine Sinne streichelt am Anfang ein Gedanke war, den ich in mir getragen hatte. Ein Gedanke, den ich aber auch loslassen musste damit er durch alle die daran gearbeitet haben tatsächlich lebendig werden konnte. Nicht einfach… aber gut, da sehr erleichternd. – Ok, noch bin ich hier nicht der Profi, aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

Und viele haben mitgearbeitet… ich zähle mindestens dreissig Nasen und es sind noch viel mehr wenn ich all die Piloten, Busfahrer, Freunde, Bekannte, die auch indirekt an diesem Projekt beteiligt waren mitzähle. Wenn das keine Liebe ist?

Nun ist es also soweit, alles im Kasten und in ein paar Wochen kommt sie raus und mehr verrate ich jetzt noch nicht.

Nur soviel: Der Weg ist das Ziel. Und das Ziel ist die Liebe.

Autobahnsong // Zürich

June 17, 2009 by joesciacca

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Zürich 17. Juni 2009

Hallo Autobahn. Wie geht es Dir?

Da fahre ich also in Richtung Zürich und plötzlich trifft es mich wieder wie ein Blitz. Eine Songidee. Mitten auf der Autobahn. Holy shit. Was nun? – Ha! Wunder der Technik, ich habe mein Diktiergerät im Mobiltelefon und ohne gross darüber nachzudenken, nehme ich kurz die frischgebackene Idee für einen wunderschönen Refrain auf.

Singend auf der Autobahn. Wie schräg ist das. Andere Leute fahren einfach hören Radio. Ärgern sich über den Stau. Stressen. Geben sich hastigen Spurwechseln hin. Joe Sciacca singt Songs. Ist das jetzt normal, oder der normale Wahnsinn? Kann man, soll man etwas dagegeben machen? Bin ich krank?

Vielleicht….

… sind wir Musiker einfach nicht ganz in dieser Welt und mit einem Teil ihrer Seele irgendwo an einem wunderschönen Ort der sich Zuhause nennt. Und die Musik, die Ideen die sie von diesem Ort ‘zugesandt’ bekommen sind nichts als ‘alte Heimatlieder’.

Alles spekulationen, aber wenn ich diesen Heimatlieder zuhöre stelle ich fest, dass dieses Zuhause ein sehr schöner Ort sein muss.

Wie schön ein Stück davon hier zu haben.

Live mit Warrnambool // Festhütte Frauenfeld

May 10, 2009 by joesciacca

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Frauenfeld, 8. Mai 2009

Da sind wir also wieder. Frauenfeld 13:00 Uhr. Proberaum. Es seht die Generalprobe für das nächste Warrnambool Konzert an. – Moment, was macht ich hier? Also alles der Reihe nach.

Als ich meine Album Brand New Day bei Matthias Heimlicher (der geilste Produzent in der Schweiz) aufgenommen habe durfte ich Bekanntschaft mit diesen sympatischen Jungs aus Frauenfeld machen. Echte Kerle. Rock’n'roll. Und laut wie ne Bombe.

Nun gut, sie brauchten noch einen geilen Lead Gitarristen für Konzerte. Und ich habe mich als ‘Aushilfs’ oder von mir aus Session-Gitarrist angeboten, bzw. wir haben uns gegenseitig gewollt oder wie auch immer. Eine explosive Mischung. Ein ex-Heavy-Metaller trifft auf tief im Glauben verwurzelte Gott Rocker. – Doch fürchtet Euch nicht… Frömmlinge sind sie nicht (… sonst hätte ich sie schon längstens rausgeschmissen… :-D )

Whatever… ab und an gehen wir also die Bühnen dieser Welt unsicher machen. Wobei dies sich ab jetzt nur noch auf die Gigs beschränkt wenn der neue nicht kann. – Sorry, jetzt sind sie schon vergeben. Und Freitag war’s also wiedermal so weit. Generalprobe: Da wir ja nur noch einmal vor dem Konzert üben weil wir die Songs mittlerweile zum Kaffe spielen und dann hopp auf die Bühne.

Nun… Festivals sind vom Ablauf eigentlich immer dasselbe. Man kommt an. Lädt das Material aus (das mit jedem Mal schwerer zu werden scheint). Dann stöpselt man alles ein, schaut ob’s auch tatsächlich klingt (Soundcheck) und wenn alles dröhnt geht man Essen. 18.00 Uhr.

Nach dem Essen ist Verdauung und Geisiges Sammeln angesagt. Entweder in so einem miefigen Backstage Raum oder draussen wenn’s nicht regnet und keine Fans auf einem Losgehen.

Und dann geht’s los. Tatata-tata-tatatata-tatata. Der Boden Zittert. Die Wände wackeln. Die Lichter leuchten. Die Menge (heute sind’s 3000) tobt (wenn die Klimaanlage gerade nicht ausgestiegen ist). Und wir schwitzen wie in einer Finnischen und Schwedischen Sauna gleichzeitig. Wie im Traum vergeht alles. Mein absoluter Lieblingsamp (Masotti X100M) röstet die letzten Zweifel weg und schon sind wir irgendwo an diesem wunderbaren Ort der sich Musik nennt. Alles ist und wird Musik. Phantastisch, so sollte es für immer sein.

Tja… und dann ist’s auch leider schonwieder vorbei. Die letzten Akkorde hallen nach und das Abbauen und die Equipmentschlacht geht wieder los. Manche sagen Musik sei besser als Sex, und ich weiss jetzt auch warum. Ein kurzes Konzert dauert mindestens 30min.

Diesmal lasse ich es mir aber nicht nehmen und guck mir die restlichen Bands an. Vom Coolege-Rock-Teenieband-rock’n'roll (Superchick) bis hin zu den ganz Schweren Jungs (Kutless) ist alles dabei was musikalisches Gewicht in dieser Szene bedeuet. Und natürlich darf der Business-Talk mit anwesenden A&Rs und anderem Gewächs nicht fehlen. Manchmal geschäftlich trocken, manchmal erfrischend normal. Aber diesmal auf jedenfall nett und interessant. Auch nur Menschen.

Menschen die sich und ihr tun der Musik als universelle Sprache (in diesem Fall der Liebe) widmen.

So soll es sein.

Ein Tag im Studio // Verden

April 21, 2009 by joesciacca

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Ein Tag im Studio, Verden

Als wäre ich nicht schon die ganze Woche früh aufgestanden, bin ich auch heute um 7:00 Uhr aus den Federn. Duschen, rasieren, kaffe. Und dann ab ins Studio, welches zum glück im selben Haus ist. Einmal die Treppe runterfallen und da sind wir schon.

Bevor’s richtig losgeht besprechen wir die Vorgehensweise, was gibt es zu tun, was wollen wir erreichen und begiessen auch hier die Gedanken mit einem Schluck frischen Kaffe.

Der Musikeralltag, wäre aber keiner, wenn das Unvorhersehbare nicht eintreffen würde. Diesmal weil irgend so ein Typ einer Plattenfirma (muss ein grosser Fisch gewesen sein…) meinen Engineer aufhält. Nun, gut so ist das halt eben. Dafür sagt niemand etwas wenn man selbst mal zu spät ist; vielleicht sollte ich mir das ja noch angewöhnen, obwohl…

Da sitzen wir also vor diesem Mischpult und konvertieren und editieren Musikdateien und versuchen ein groses Ganzes zu produzieren. Schon erstaunlich was man mit der heutigen Technik alles erreichen kann. Ich könnte mich sogar wie Elvis Presley klingen lassen, aber um ganz ehrlich zu sein will ich das ja gar nicht. Also belassen wir’s bei einem wunderschön-harmonischen-grundmix der dem Zuhörer das Gefühl vermittelt nahe dabei zu sein. Herrlich, ich versinke in den Akkorden und lasse mich vo der wunderschönen Stimme meiner Duettpartnerin wieder an die Nordsee fliegen.

Die Zeit tickt erbarmungslos vor sich hin und plötzlich ist der Tag um, aber das Resultat wunderschön.

Ich packe mein mobiles Leben wieder ein und fahre weiter nach Köln.

Videodreh und Urlaub // Nordsee

April 17, 2009 by joesciacca

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Schillig, Ostern 2009

Jemand hat mal gesagt man sollte sich immer antizyklisch verhalten und darum bin ich über Ostern in den Norden gefahren. Und tatsächlich, es war die richtige Wahl. Das Wetter war herrlich. Toursten hatte es sozusagen keine. Wir hatten das ganze Wattemeer nur für uns. – Danke, Lothar.

Uns = das Produktionsteam, und Freunde und Darsteller für das nächste Musikvideo, das irgendwann Ende diesen Sommers erscheinen soll. – Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Noch schöner als morgens vor Sonnenaufgang aufzustehen, war die wunderschöne Zeit mit anderen kreativen Künstlern verbringen zu dürfen und lange Gespräche am Kaminfeuer mit einem Glas Rotwein zu begiessen.

Wir hatten einen Riesepass und freuen uns auf das Endresultat.

Fotoshooting // Mannheim

March 18, 2009 by joesciacca

Fotoshooting Outfit, Bathroom Check

Mannheim, Sonntag 15. März 2009 12:45 Uhr

Soeben bin ich irgendwo in einem Wohnquartiert dieser mir noch unbekannten Stadt angekommen. Was würde ich ohne mein Navi machen. Es findet immer den Weg. Ich wünschte es gebe das auch für andere Bereiche im Leben. – Anderes Thema.

Heute bin hierhergefahren um mit einem der kreativsten Fotokünstler Deutschlands das Coverfoto für die nächste Singleauskopplung zu schiessen. Ein Duett. Ich bin fünfzehn Minuten zu früh, und höre die Worte meiner damaligen Lehrlingsmutter in meinen Gedanken nachhallen: “Wer pünktlich kommt, ist bereits schon zu spät.” Deutsches Reinheitsgebot stelle ich fest. Bloss, ich will ein Kaffeeautomat und kein trübherbes Wässerchen.

Gottseidank, lässt meine Duettpartnerin nicht lange auf sich warten. Sie fährt fünf Minuten nach meiner Ankunft ein. Begrüssung, Freude über das wiedersehen (nach einem Jahr), und eine herzliche Umarmung, gegenseitige Komplimente wie schön den das Duett dank dem Beitrag des Anderen geworden sei. Das kann man trotz aller virtuellen, internet Produktionsmethoden und Datei-herumemailereien halt nicht ersetzen. Der Mensch als Mittelpunkt des Technik-Wahns.

Der grosse Maestro der Bildillusion lässt leider auf sich warten (es wird sich später herausstellen, dass er Französische Wurzeln hat und darum sei ihm hiermit offiziell verziehen) und so telefonieren wir die uns bekannten Nummern durch. Der Arme Mann hat soeben eine gewaltige Grippe überlebt, hat schonwieder einen Terminkalender um den ihn niemand beneiden würde und er nimmt sich Zeit für zwei Indie-Künstler die seine Sicht der Dinge, tschuldigung Subjekte brauchen.

Kaffe. Der Tag kann von mir aus losgehen. Wir pudern uns das Gesicht und ich darf von meinem ersten Schninkpuder (ich bin ein Mann!) das man zum abdecken der glänzender Stellen verwendet weitergeben, weil das ja so genial abdeckt (sie, eine Frau!). – Ich könnte jetzt sagen welches das war, aber da mir niemand einen Sponsoringvertrag angeboten hat schweige ich einfach.

Kurze Lagebesprechung. Emotionen in Konzeptbilder, Konzeptbilder in Szenenbild, Szenenbild mit Subjekten (also die Duettpartnerin und ich) befüllen. 3 Stunden hinhalten. Mit Gitarre. Ohne. Sitzend. Stehend. Nebeneinander. Stehend. Mit und ohne Blitz. Kaffe. Pause. Besprechung. Weitere Versuche. Erste erfolge. Weitere erfolge. Erster Kandidat für das Coverfoto. Zweiter, dritter, wir werden immer besser und wissen was und wie wir uns hinstellen müssen damit die Emotionen auch tatsächlich transportiert werden. Fertig.

Coverbild da. Es ist wunderschön. Einzigartig. Einmalig. Ein Moment den es so in dieser Art nie wiedergeben wird.

18.00 Uhr Heimreise.

Hier geht’s zu Thommy…